Wer wir sind

Eine Sache ist es, die Freiheit zu erstreiten. Spätestens wenn das gelungen ist, wird man merken, wie anstrengend es ist, in einer freien, offenen Gesellschaft zu leben. Demokratische Spielregeln wollen erlernt und eingeübt sein. Das fällt gerade in diesen Zeiten nicht besonders leicht und nüchterne Einschätzung muss zugestehen müssen, dass die Mitarbeit in den verschiedenen demokratischen Parteien als Foren der Willensbildung und Meinungszusammenfassung noch nicht sehr ausgeprägt ist. Wir haben da noch einen kräftigen Nachholebedarf. Und wenn es der DemokratieANstiftung gelingt, ein kleines Stückchen auf diesem Weg voranzukommen, ist das nur zu begrüßen.

Jeder Mensch ist wichtig, jeder ist individuell und doch sind alle Menschen! Was wir im 20. Jahrhundert gesehen haben, ist ein Versuch, alle Menschen „gleich“ zu machen – statt ihre Pluralität zu schätzen. Das war fatal, war katastrophal. Wichtig ist, dass wir daraus lernen, Pluralität und Individualität zu schätzen, auch innerhalb demokratischer Strukturen. Das gilt nicht NUR in den neuen Bundesländern, zur gleichen Zeit ist aber klar: es fehlten hier für mehr als eine Generation diese Grundsätze, und es besteht noch immer die Gefahr, man könnte die Lehre der Geschichte vergessen! Deswegen sind solche Initiativen wichtig, damit ALLE davon profitieren können.